Nach einer verregneten Nacht packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns am Nachmittag auf den Weg zum Hafen. Das Einschiffen wird zu einer ganz besonderen Herausforderung. Wir müssen uns an verschiedenen Schaltern anstellen, Stempel holen, irgendein Papier ausfüllen und uns dann in die Schlange vor dem Zoll stellen. Es geht überhaupt nicht vorwärts und langsam rückt der Abfahrts-Zeitpunkt, der auf unseren Tickets angegeben ist, näher und näher. Die Fähre soll gemäss unseren Infos um 19 Uhr ablegen. Um 19.15 Uhr stehen wir immer noch im Chaos auf dem Dock und es giesst wie aus Kübeln. Angeschrieben ist gar nichts und so entscheidet sich Claudia, mal zu Fuss zu schauen, wie weit es noch ist bis zur Fähre. Was sie sieht, beruhigt sie etwas: Die Fähre ist noch da und wird immer noch entladen. Doch das Dock ist komplett verstopft, so dass die Autos, die die Fähre verlassen, nirgendwo durchfahren können. Es geht gar nichts mehr.
Eine Ewigkeit später können wir endlich auf die Fähre. Wir beziehen unsere Suiten, duschen und treffen uns im à la carte-Restaurant wieder. Dort erfahren wir, dass wir Verspätung haben und den Hafen aufgrund des Sturms wohl erst kurz vor Mitternacht verlassen können. Nach dem Rummel auf dem Dock geniessen wir ein ruhiges Nachtessen und gönnen uns zur Feier des Tages eine Flasche Wein - schliesslich ist heute Sylvester ;-) Dann gibts noch einen Schlummerbecher an der Poolbar und danach ziehen wir uns müde in unsere Zimmer zurück und verbringen den Jahreswechsel träumend...
Während den zwei Tagen auf See ist das Wetter gut, doch die Luft wird immer kühler. Ohne Probleme erreichen wir Genua als es bereits dunkel ist. Wir sind nach knapp 20 Minuten runter von der Fähre, doch bei Chregi und Elvira gibt es Verzögerungen. Damit sie uns finden, wollen wir auf dem Hafengelände auf sie warten. Das geht fast eine Stunde gut, doch dann sind wir einem Beamten der Finanzpolizei ein Dorn im Auge und er will uns wegschicken. Als Chrigel mit ihm diskutieren will, verlangt er unsere Ausweise und verschwindet damit irgendwohin. Kurz darauf kommen Elvira und Chregi. Wir können sie kurz informieren, dann werden sie weg geschickt. Schliesslich kommt der Beamte mit unseren Ausweisen doch noch zurück und gibt uns diese wortlos zurück, bevor er uns forsch wegschickt.
Nach diesem Intermezzo verlassen wir dann definitiv den Hafen und fahren, gemeinsam mit Elvira und Chregi und ohne Zwischenfälle nach Hause. Dort fallen wir hundemüde ins Bett und träumen bereits von unserem nächsten Abenteuer in Marokko - denn dieses Land haben wir bestimmt nicht das letzte Mal besucht!!
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