21.12.06 Ain Essbat-Sahara
Zurück nach Ksar Ghilane
Die Nacht war kühl und an den Grasbüscheln, die um den Pool herum aus dem Boden spriessen hängen glitzernde Tautröpfchen. Heute ist unser grosser Tag, es geht auf in den Sand! Irgendwie scheint es, als ob wir heute schneller abfahrbereit wären als sonst. Unsere Route führt uns zuerst wieder zurück nach Ksar Ghilane.
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Beim französischen Fort
Von Ksar Ghilane aus fahren wir weiter bis zu den Ruinen eines französischen Forts, das ungefähr zwei bis drei Kilometer von der grossen Oase entfernt, in den Dünen liegt. Dort legen wir eine kurze Pause ein um die Überreste des Forts auszukundschaften.
Es bestehen noch einige der alten Mauern. Doch die Wüste holt sich diesen Platz langsam aber sicher zurück, denn alles wird hier vom Sand verschlungen. Vom Fort aus können wir einen herrlichen und einzigartigen Ausblick auf das Dünenmeer geniessen, das uns umgibt. Wow!
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Fahren im Sand: ein Heidenspass
Vom Fort aus schlängeln wir uns langsam durch die Dünen in Richtung Westen. Chrigel übernimmt dabei wieder die Rolle der Reiseleitung (danke Chrigel!). Die alte Piste ist zum Teil fast nicht mehr zu sehen und so können wir uns ab und zu nur noch anhand unserer GPS-Geräte und am Stand der Sonne orientieren. Hier folgt man nicht mehr einer Strasse, sondern nur noch einer ungefähren Himmelsrichtung :-)
Im Sand zu fahren, macht unheimlich Spass. Es fühlt sich ganz weich an, wenn wir über eine Düne „rutschen“. Immer wieder legen wir kleine Zwischenstopps ein um etwas zu trinken, Fotos zu machen oder uns einfach nur die Beine zu vertreten und dabei die Landschaft um uns herum zu bestaunen.
Zwischenfall in den Dünen
Natürlich gibt es bessere oder weniger geeignete Möglichkeiten, sich einen Weg durch die Dünen zu bahnen. Da man im Sand nicht einfach irgendwo anhalten kann, ohne das Risiko einzugehen, das Fahrzeug zu „versenken“, müssen wir darauf achten, dass wir immer ein bisschen in Bewegung sind. Nicht selten müssen wir ganz schnell entscheiden, ob wir nun links oder rechts um eine Düne herumfahren wollen. Auch wir haben ab und zu hinter der Düne feststellen müssen, dass wir den weniger guten Weg gewählt haben und einmal geht es dann plötzlich gar nicht mehr weiter… Unser Landy sinkt im Sand ein und bleibt stecken…
Zum Glück ist da noch der rote Landy - und der hat eine Seilwinde! Es wird nicht lange gefackelt. Die Sandbleche bleiben an ihrem Platz und die Seilwinde wird hinten an unserem Landrover eingehakt. Chrigel besteigt unseren Landy, Michi bedient die Konsole der Seilwinde und Nathi und Claudia stehen mit den Fotoapparaten bereit, um das Ereignis fotografisch festzuhalten.
Auf los geht’s los: Unser Landy spult, die Seilwinde zieht… und nach nur einer Minute ist unser Landy aus seiner misslichen Lage befreit. Juhui, geschafft!
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Der schönste Übernachtungsplatz der Welt
Die Weiterfahrt verläuft ohne weitere Zwischenfälle und Probleme und am späten Nachmittag schauen wir uns langsam nach einem geeigneten Platz für unser Nachtlager um. Es dauert nicht lange bis wir fündig werden. Umgeben von kleinen Sanddünen schlagen wir unser Nachtlager auf. Als erstes sammeln wir das dürre Holz zusammen, das in der nächsten Umgebung zu finden ist. Schliesslich wollen wir ja heute Abend ein hübsches Lagerfeuer anzünden!
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Millionen von Sternen
Anschliessend geniesst jeder auf seine Art die eindrückliche Landschaft und träumt etwas vor sich hin. Später checken die Männer die Autos und die Frauen vertiefen sich in spannende Lektüre. Als die Sonne langsam am Horizont versinkt, glüht der Himmel und wir schauen fasziniert zu wie die ersten Sterne erscheinen. Dann gibt’s endlich Znacht und kurz darauf knistert auch schon unser Feuer und wir geniessen einen heissen Kaffee.
Es ist inzwischen ziemlich kühl geworden und so rücken wir etwas näher zusammen und ans Feuer. Über uns spannt sich das Himmelszelt mit Millionen von Sternen – ein Anblick, den wir wohl alle nie mehr vergessen werden. Erst jetzt bemerken wir, dass wir mit unserer Reiseplanung voll ins Schwarze getroffen haben, denn in dieser Nacht ist Neumond und somit sind noch viel mehr Sterne zu sehen als in jeder anderen Nacht.
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Als das Feuer langsam erlischt wird es dann doch etwas ungemütlich an der frischen Luft und so machen wir uns bereit für die Nacht. In unsere Schlafsäcke gekuschelt und umgeben von absoluter Stille träumen wir alle von diesem erlebnisreichen Tag voll von wunderbaren Eindrücken.
Den nächsten Tag verbringen wir in der Wüste. Schau selber, was uns alles erwartet in der Sahara.