14.12.06 Ausflug zum "Rosengarten"
In Douz verbringen wir drei Nächte. Wie zuvor bereits in Nabeul erwachen wir hier morgens um fünf Uhr zum ersten Mal. Hier weckt uns jedoch nicht der Muezzin mit seinem Gebetsruf, sondern der Esel des Nachbarn, der hinter der Palmwedelwand des Campings, etwa in fünf Metern Entfernung an einem Baum festgebunden ist und sich jetzt lauthals über diesen Umstand beschwert. Kurz darauf krähen in der ganzen Umgebung die Hähne und schliesslich gibt auch der Muezzin noch sein Morgengebet zum Besten. Wir nehmen’s locker und drehen uns noch einmal auf die andere Seite… Unsere Aufstehzeit kommt schliesslich erst um 07.30 Uhr.
Auf dem Weg zum "Rosengarten"
Nach einem feinen Frühstück mit frischen Baguettes folgt der obligate Blick auf die Karte und kurz darauf machen wir uns auf den Weg zum „Rosengarten“, unserem heutigen Ausflugs-Ziel. An diesem Platz hat Chrigel bei seinem letzten Tunesien-Trip wunderschöne Sandrosen gefunden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und wollen selber unser Glück versuchen.
Wir fahren in Richtung algerische Grenze. Es hat hier aufgrund der Grenznähe ziemlich viele militärische Anlagen und wir müssen auch einen Kontrollposten passieren. Das klappt jedoch problemlos und so erreichen wir schon bald den besagten Platz. Als Chrigel plötzlich am Strassenrand anhält, steigen wir aus und staunen nicht schlecht, als wir direkt vor unseren Füssen die ersten Sandrosen entdecken…
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Sandrosen-Sammeln
Schon nach rund 10 Metern hat Claudia beide Hände voll bepackt mit diesen wunderschönen und skurrilen Gebilden. Beim nächsten Hügel finden wir aber noch mehr, und vor allem noch schönere Exemplare und schon bald muss Claudia das erste Sammeldepot anlegen :-). Da sie ein riesengrosser Steine-Fan ist, könnte sie hier wohl stundenlang auf diesen Hügeln herumkriechen und immer noch schönere Sandrosen ausgraben. Leider ist aber nur beschränkt Platz in unseren Landys und so muss sie sich nach gut einer Stunde aus der Vielzahl von Sandrosen für die allerschönsten und speziellsten entscheiden. Sorgfältig vom Sand befreit und feinsäuberlich in WC-Papier eingerollt verstaut sie ihre Schätze in leeren Wasserflaschen zwischen den Kleidern – was von Nathi, Michi und Chrigel schmunzelnd beobachtet wird. Hee, ist doch klar, die Dinger sind schliesslich zerbrechlich! :-)
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Zurück nach Douz
Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg. Irgendwo biegen wir von der Hauptstrasse ab und fahren ein Stück auf einer Piste über den Chott. Es ist alles ganz eben, nur vereinzelt ragen bizarre Sandstein-Formationen in die Höhe.
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Am Abend in Douz
Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück in Douz. Nathi und Claudia machen sich auf den Weg zum Markt, um frisches Gemüse, Brot, Fleisch und Schoggi-Guetzli (gaanz wichtig!) einzukaufen. Dann brutzeln wir uns ein feines Nachtessen und stellen amüsiert fest, dass die den Sandrosen nachgesagte Wirkung in Form einer Steigerung der Kreativität definitiv kein Gerücht ist… :-)
Müde und glücklich schlüpfen wir dann später in unsere Schlafsäcke und gleiten langsam ins Reich der Träume hinüber…
Hier geht’s weiter zum nächsten Tag: Ausflug zum "Café Sahara".