26.12.06 Ausflug "Gorges de Selja" und "Tamerza"

Ausflug zu den Gorges de Selja

Die erste Nacht in Tozeur endet früh am Morgen, denn der hiesige Muezzin reisst uns gnadenlos aus dem Schlaf… Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns schon bald auf den Weg. Heute planen wir eine kleine Rundreise.

Über El Hamma du Jerid fahren wir in Richtung Metlaoui. Kurz vor diesem Ort, biegen wir links in eine Schotterstrasse ein und steuern geradewegs auf die vor uns liegende Bergkette zu. Wie im Reiseführer beschrieben, erreichen wir schon bald einen Parkplatz wo wir unsere Landys abstellen können und werden von einem ziemlich hartnäckigen Guide belagert, der uns unbedingt begleiten will. Erst als wir ihm für die Bewachung unserer Autos ein schönes Bakschisch versprechen, lässt er uns ziehen.

Wir steigen zum Fluss hinunter (der übrigens ziemlich dreckiges Wasser führt) und wandern flussaufwärts in Richtung Berg. Links und rechts von uns ragen steile Felswände auf und es wird immer enger bis wir schliesslich zu einem schmalen Spalt im Felsen kommen, den die Einheimischen „Coup du Sabre“ (Säbelhieb). Dort klettern wir hindurch und erreichen einen kleinen Platz. Auf einem Pfad steigen wir hinauf zum Eisenbahngleis, dem wir durch den Tunnel hindurch weiter in die Schlucht folgen. Hinter einer Rechtskurve öffnet sich die Schlucht und vor uns befindet sich ein weites Tal. Wir vertreten uns hier ein bisschen die Beine und machen uns dann wieder auf den Weg zurück zu unseren Landys.

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Weiter nach Tamerza

Zurück auf dem Parkplatz lösen wir unser Versprechen ein und übergeben dem Guide das versprochene Bakschisch. Dann fahren wir weiter in Richtung Metlaoui, Moulares und Redeyef, wo sich grosse Phosphat-Abbau-Gebiete befinden.

Am späteren Nachmittag erreichen wir die Gebirgsoase von Tamerza, die praktisch an der algerischen Grenze liegt. Die eigentliche Attraktion ist ein festungsartiges Dorf auf einem Felsen, das auf drei Seiten von einer tiefen Schlucht umgeben ist. Der Anblick der auf dem Felsen thronenden Gebäude ist fantastisch. Wir schlendern entlang der Schlucht bis zum Anfang und steigen zum Schluss noch in die Schlucht hinab. Die Felswände sind wirklich eindrücklich.

Langsam verdunkelt sich der Himmel. Schwarze Wolken ziehen auf wir entschliessen uns, zurück nach Tozeur zu fahren. Wir überqueren das Gebirge und erblicken noch Reste der Rommel-Piste (Rommel war ein deutscher Panzer-General im 2. Weltkrieg). Die schwarzen Wolken verziehen sich wieder und wir erreichen, ohne nass zu werden, am frühen Abend den Campingplatz.

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Nach diesem erlebnisreichen Tag und einem abendlichen Einfall von ungefähr 20 italienischen Wohnmobilen auf dem Camping (oh Schreck!) geniessen wir in aller Ruhe (die Italiener haben sich alle in ihre Fahrzeuge zurückgezogen) unser Nachtessen und legen uns anschliessend schlafen.

Ob uns auch morgen der Muezzin aus unseren Träumen reisst, und was wir am nächsten Tag in den Dünen von Tozeur alles entdecken, erfährst du hier.