22.12.06 Sahara

Unterwegs im Sand

Nach einer 3° C kalten Nacht, in der wir wunderbar geschlafen haben, werden wir von den ersten Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne geweckt. Es ist noch ziemlich kühl und darum lassen wir uns mit dem Aufstehen ziemlich viel Zeit. Erst als die Sonne etwas wärmt, kriechen wir aus unseren Schlafsäcken.

Bei strahlendem Sonnenschein verzehren wir genüsslich ein ausgiebiges Frühstück und packen anschliessend unsere sieben Sachen zusammen. Wir verabschieden uns von unserem Lagerplatz und fahren weiter in Richtung Nordwesten.

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Die Wüste lebt!

Je weiter wir fahren, umso häufiger sehen wir, wie überall sattgrüne kleine Büsche und Gras aus dem Sand spriessen. Wie wir später in Douz erfahren, zog vor drei Tagen ein kräftiges Gewitter über dieses Gebiet. Die Natur in der Wüste hat sich den Gegebenheiten bestens angepasst: Pflanzen oder Samen im Boden können hier lange trockene Perioden überstehen. Wenn es dann aber einmal regnet, schiesst das Grün so rasant schnell aus dem Boden, dass man fast dabei zusehen kann. Ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick, aber umso schöner.

Während Claudia auf der Fahrt durch die Dünen die vorüberziehenden Grasbüsche bestaunt, entdeckt sie plötzlich eine Raupe auf einem der Halme. Natürlich muss Chrigel sofort anhalten, Claudia springt aus dem Auto und läuft zurück zu der Stelle, wo sie die Raupe gesichtet hatte. Tatsächlich eine wunderschöne grosse und farbige Raupe knabbert genüsslich an einem Halm. Selbstverständlich wird dieser besondere Fund sofort von allen Seiten bewundert und fotografiert.


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Ein Lagerplatz im Sand

Später am Nachmittag kommen wir an einem weiteren Fort vorbei. Wir befinden uns jetzt in der Nähe vom „Cafe Sahara“. Da wir jedoch lieber für uns bleiben wollen, fahren wir solange weiter, bis wir vom Fort und vom Café Sahara aus nicht mehr gesehen werden können und schlagen unser Nachtlager auf.

Kaum ist die Sonne hinter dem Horizont versunken, erscheint eine schmale Mondsichel am Himmel. Wir können sogar den Teil des Mondes, der vom Erdschatten verdeckt wird mit blossem Auge sehen. Ein faszinierendes Schauspiel.

Auch an diesem Abend zünden wir ein Lagerfeuer an und verbrennen die letzten Reste der Palmwedel, die wir auf Djerba gesammelt haben. Gemütlich sitzen wir am Feuer, trinken Kaffee und schwärmen von den bisherigen Erlebnissen unserer Reise. Wir sind uns einig: Es ist einfach schön hier!

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Spät am Abend löschen wir das Feuer und legen uns schliesslich ins Bett. Ein wunderschöner Tag klingt aus und wir schlafen zufrieden und glücklich ein.

Am nächsten Tag kehren wir in die Zivilisation zurück. Wie es uns dabei ergeht, erfährst du hier.