23.12.06 Sahara-Douz
Von Karawanen und "Abkürzungen"
Am Morgen des 23. Dezembers 2006 staunen wir nicht schlecht, als wir – noch ganz verschlafen – aus unseren Landrovern kriechen: Ungefähr 30 Meter neben unserem Lagerplatz zieht eine kleine Karawane vorbei. Das ist ja ein grandioser Start in den neuen Tag!
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in Richtung Douz. Auf unserem Weg kommt uns eine zweite Karawane entgegen. Weil wir einen Teil dieser Strecke bereits einmal gefahren sind, entschliesst sich Chrigel eine „Abkürzung“ zu nehmen und folgt einer Nebenpiste. Diese wird jedoch immer schmaler und irgendwann sehen wir vor lauter Büschen den Weg gar nicht mehr :-). Zum Glück haben wir Offroad-Fahrzeuge, da können wir auch querfeld ein…
Dieser Abstecher ins Dickicht bekommt allerdings Nathi nicht so besonders und darum sind wir heilfroh, als wir diese Sträucher endlich hinter uns lassen können. Vor uns dehnt sich plötzlich ein grosses Dünenfeld aus. Der Sand ist ganz hell und die Dünen ziemlich hoch. Hier finden wir überall Quad-Spuren, ein sicheres Zeichen dafür, dass wir uns ganz in der Nähe von Douz befinden.
Wir suchen einen Weg durch die hohen Dünen. Allerdings müssen wir zwei oder dreimal umkehren, weil es einfach nicht mehr weiter geht. Irgendwo müssen wir dann von einer ziemlich hohen Düne runterfahren. Der Winkel des Autos ist dabei so steil, dass Claudia befürchtet, der Landy würde mit dem Kühlergrill im Sand stecken bleiben. Natürlich geschieht nichts dergleichen und wir erreichen sicher unser Tagesziel Douz.
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Die Story mit dem Metzger
In Douz heisst es erst einmal einkaufen gehen. Während Chrigel auf dem Campingplatz nach dem Rechten sieht, machen wir anderen drei uns auf den Weg zum Markt. Leider ist die Metzgerei, in der wir letztes Mal die köstlichen Trutenschnitzel gekauft haben, geschlossen. Wir fragen herum, ob wir sonst irgendwo Fleisch einkaufen können. Prompt werden wir in einen Hinterhof geführt, der offensichtlich den Metzgern vorbehalten ist. Neben Kuhköpfen, Kamel- und Schaffleisch gibt es hier auch halbe Rindviecher zu kaufen. Wir entschliessen uns, die Auswahl des Fleisches zu vertagen bzw. diese morgen Chrigel zu überlassen und machen uns auf den Rückweg.
Buschwerkstatt und Tunesisches Dinner
Inzwischen hat Chrigel auf dem Camping alles für die Buschwerkstatt vorbereitet. Die Reifen werden wieder aufgepumpt, die Kardanwellen müssen geschmiert und das Öl kontrolliert werden. Zudem ist der Henkel einer unserer Frühstücks-Tassen in die Brüche gegangen und wird von Chrigel darum sachkundig „verarztet“. Währenddessen wäscht Nathi ein paar Kleider, Claudia gönnt sich eine Dusche und Michi vergnügt sich mit seinem neuen Freund, Kater Mikesch. Der lässt es sich gut gehen und nimmt ganz genüsslich auf Michis Schoss Platz.
Weil wir beim Fleischkauf auf dem Markt nicht so erfolgreich waren wie geplant, entschliessen wir uns kurzerhand, im Camping-Restaurant zu essen. Als es dunkel wird machen wir uns – alle frisch geduscht – auf den Weg zum Restaurant. Wir bestellen das Tunesische Menü und eine Flasche Wein. Alles ist sehr lecker. Beim Hauptgang müssen Nathi und Claudia dann jedoch feststellen, dass die Peperoni an den Pouletspiessli eher Chili und ziemlich scharf sind! Die Frauen husten und die Männer grinsen… :-)
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Mit vollem Bauch machen wir uns später auf den Weg zurück zu unseren Landys und legen uns schlafen.
Morgen beginnt in Douz das 3-tägige Sahara-Festival. Selbstverständlich werden wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Lass dich überraschen, was ein solches Sahara-Festival alles zu bieten hat.