28.12.06 Tozeur-Sbeitla

Kaktusfeigenfelder und Schotterpisten

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit allem Drum und Dran (wir konnten beim gestrigen Einkauf sogar so was wie Lyoner auftreiben) packen wir unsere sieben Sachen zusammen und fahren weiter. Wir lassen die sandige Gegend (zugegebenermassen etwas traurig) hinter uns und fahren in Richtung Norden.

Unsere Route führt über Metlaoui nach Gafsa und weiter bis nach Sidi Ali Ben Aoun. Dort verlassen wir die Hauptstrasse und folgen einer Überlandstrasse bis nach Kasserine, wo wir übernachten möchten.

Die Landschaft um uns herum verändert sich. Die trockenen Böden sind steinig. Auch die Strassen sind nicht überall befestigt. Zum Teil sind es lediglich Schotterpisten. Doch das macht uns ja nichts aus – im Gegenteil! Irgendwo geht es zwischen zwei Hügel plötzlich etwas bergauf. Dahinter befindet sich eine weite Hochebene. Hier liegen die Bauernhöfe weit verstreut zwischen grossen Kaktusfeigen-Feldern. Ob diese Felder allerdings noch bewirtschaftet werden, können wir nicht ausmachen.

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Schwierigkeiten bei der Nachtplatz-Suche

Am Nachmittag erreichen wir Kasserine, eine nicht besonders schöne Stadt am Fusse des Jebel Chambi. Die ausgedehnten Wälder am Jebel Chambi sind zu einem Parc naturel erklärt worden (leider ist campieren dort verboten). Wir versuchen in der Umgebung von Kasserine einen Campingplatz zu finden, leider ohne Erfolg. Mit etwas Mühe finden wir die Jugendherberge und fragen dort nach, ob wir für eine Nacht auf dem Parkplatz bleiben könnten. Der Manager ist nicht da und die herumstehenden Mitarbeitenden dürfen dies anscheinend nicht entscheiden. Man empfiehlt uns, zu warten – allerdings weiss niemand ob und wann der Manager wiederkommt… Weil es uns hier nicht besonders gefällt und es schon bald dunkel wird, entschliessen wir uns nach 45 Minuten, nicht mehr länger zu warten und weiterzufahren.

Etwa 40 km von Kasserine entfernt liegt Sbeitla. Da wir dort beim Hotel Sufetula einen sicheren Übernachtungsplatz wissen, entschliessen wir uns, erneut dorthin zu fahren. Weil der Receptionist den Schlüssel zu den allgemeinen Duschen nicht finden kann, dürfen wir – gegen eine kleine Gebühr – das Bad in einem der Zimmer benützen. Vielen Dank für diesen tollen Service!

Frisch geduscht und den letzten Satz saubere Kleider angezogen, köcheln wir gemeinsam unser Abendessen. Wieder kommt nach dem Eindunkeln ein beissender Wind auf und es wird zunehmend ungemütlich. Wir verkriechen uns müde in unsere Schlafsäcke und schlafen schon bald tief und fest.

Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Norden bis zum Stausee von Sidi Salem, Das ist ein Gebiet, das selbst Chrigel noch nicht kennt. Was wir dabei alles erleben, siehst du hier.