Am 20. April 2006 geht dann unser Insel-Leben leider schon zu Ende und wir müssen uns auf den Heimweg machen. Monika und Hausi fahren uns vor dem Mittag zum Blowing Point Harbour und helfen uns beim Billett lösen. Dann müssen wir uns schon bald verabschieden. Seufz. Es waren wirklich schöne Ferien hier. Vielen lieben Dank für alles, Monika und Hausi!
Dann kam die Fähre. Wir stiegen ein und schon legen wir ab. Monika und Hausi stehen noch am Zaun und wir winken uns zu bis wir uns nicht mehr sehen konnten… Die Überfahrt zurück nach St. Marteen ist ruhig und problemlos. Dort angekommen nehmen wir wieder ein Taxi um an den Flughafen zu gelangen. Es ist heiss und drückend und der Check-in Schalter noch geschlossen. Und so platzieren wir uns direkt davor und warten bis wir unser Gepäck aufgeben können. Dies dauert nicht sehr lange und ca. 1 Stunde später können wir mit eigenen Augen feststellen, warum uns Monika den Tipp gegeben hatte, vor Schalteröffnung am Flughafen zu sein: Eine riesige Menschenmenge sammelt sich in der Check-in Halle… Zum Glück haben wir das Check-in bereits hinter uns und nachdem wir auch die Formalitäten betreffend unserem Tauchgepäck erledigt haben, machen wir uns auf zum Flughafen-Restaurant, wo es – gemäss Monika - die besten Burger der Insel gibt. Als wir eintreten können wir unseren Platz sogar noch aussuchen (45 Minuten später eintreffende Gäste müssen dann fast eine Stund warten bis sie einen Tisch zugewiesen bekommen). Wir bestellen natürlich die gepriesenen Burger und lassen sie uns schmecken. Mmmh… wirklich fein! ;-)
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Nachdem wir an der Bar noch einen kühlen Drink zu uns genommen hatten, machen wir uns auf den Weg um irgenwo einen Platz zum Warten zu suchen. Denn Warten ist das nächste was wir tn. Warten, warten, Leute beobachten, warten, Leute beobachten, noch mal warten, durch die Passkontrolle gehen und wieder warten… Unser Flieger hat Verspätung und so können wir erst eine gute Stunde später als geplant einsteigen. Als wir endlich im Flugzeug sitzen und bereits eine halbe Stunde darauf warteten, dass wir endlich starten konnten, schockte uns der Pilot mit der Hiobsbotschaft, dass wir erst in ca. 50 Minuten Starterlaubnis hätten. Ein Raunen ging durch die Reihen… Schlussendlich sind dann die 50 Minuten doch nur 30 und wir heben – wenn auch mit Verspätung - von der einzigen Flugpiste der Welt ab, deren Start- und Landeschneise direkt über einen Badestrand führt.
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Nach einem kleinen Imbiss freut sich Claudia bereits auf den Film, den sie auf dem Hinflug im Bordmagazin entdeckt hatte. Doch leider wird diese Vorfreude enttäuscht: Probleme mit dem DVD-Player, die auch durch einen kompletten Neustart des Systems nicht behoben werden können. Tja, dann eben Tom & Jerry und versuchen zu schlafen…
Mit einiger Verspätung fliegen wir Paris an. Am Charles de Gaulle-Airport sind momentan grosse Bauarbeiten im Gange und darum braucht man ziemlich viel Zeit um vom einen Gate zum anderen zu gelangen. Wir werden darum bereits im Flugzeug über den Lautsprecher darüber informiert, dass wir unseren Anschlussflug nach Zürich verpassen werden und auf einen späteren Flug ausweichen müssen… Gesagt, getan. In Paris suchen wir einen Transferdesk auf und buchen unseren Flug ohne weitere Probleme um. Dann stellen wir uns in die Schlange für die erneute Handgepäck-Kontrolle. Hier geht es dann fast gar nicht mehr vorwärts und unsere vermeintlich grosse Zeitreserve bis zum Start der Maschine schmilzt dahin. Schliesslich passieren wir die Kontrolle doch noch rechtzeitig und könnenen uns bis zur Boarding-Time sogar noch etwas zu Trinken holen. Dann besteigen wir das Flugzeug und freuen uns, bald zu Hause zu sein…
Weit gefehlt. Nach einem ruhigen und kurzen Flug kommen wir völlig geschafft in Zürich an. Im Flughafengebäude vermisst Claudia plötzlich das Mäppli mit den Reiseunterlagen und ihrem Pass… Oh Schreck, im Flugzeug liegen gelassen?? Zum Glück ist die ID im Portemonnaie, so können wir wenigstens beide in die Schweiz einreisen. Während sich Claudia am Lost & Found-Schalter in die Warteschlange stellt, wartet Chrigel auf unser Gepäck. Doch wie sollte es an diesem Tag anders sein, sein Koffer ist verschollen… Oh Schreck zum zweiten, und die Gepäckquittungen befinden sich in eben dem Mäppli mit Claudias Pass………
Die Damen vom Lost & Found-Schalter tun was sie können, doch infolge akuter Unterbesetzung dauert es gute anderthalb Stunden bis wir endlich an der Reihe sind. Während Claudia der Angestellten erklärt, dass auch die Gepäckquittung vermisst wird, entdeckt Chrigel auf dem Papier, das der Drucker vor uns ausspuckt, seinen Namen… Äh, das ist tatsächlich sein Koffer! Er ist in Paris liegen geblieben, weil die Etikette abgerissen ist und nun niemand mehr wusste, wohin der Koffer transportiert werden musste. Dank der Adresse aussen am Koffer wurde die Found-Meldung an den Zürcher Flughafen geschickt. Dem Himmel sei Dank! Der Koffer wird uns in 1 – 2 Tagen nach Hause gebracht werden.
Doch das Mäppli bliebeibt verschwunden. Claudia füllt eine Verlustmeldung aus und wir machen uns auf den Weg zum Busterminal um den Bus zurück zum Hotel zu nehmen. Doch der ist weit und breit nirgendwo zu sehen. Als wir einen anderen Busfahrer fragen, meint dieser bedauernd, dass unser Bus erst etwa in einer Stunde wieder kommen werde… Ziemlich entmutigt hocken wir uns auf unser Gepäck und überlegen, ob wir uns ein Taxi nehmen sollen, als der Busfahrer von vorhin aus seinem Bus springt und zu uns rüber kommt. Er meint, er könne ja einen kleinen Umweg fahren und uns vor unserem Hotel absetzen. Er müsse einfach zuerst die Gäste seines Hotels abladen. Dieses Angebot nehmen wir sehr dankbar an und steigen ein. 20 Minuten später sind wir beim Hotel. Wir bedanken uns herzlich beim netten Busfahrer und laden das Gepäck ins Auto. Nach einer problemlosen Fahrt kommen wir dann endlich zu Hause an.
Übrigens: das Mäppli mit dem Pass wurde bei der Flughafenpolizei abgegeben. Aufgrund der Reiseunterlagen, die wir via Internet gebucht hatten, kannte der zuständige Polizeibeamte Claudias E-Mail-Adresse. Er schrieb ihr – eine Viertelstunde bevor wir den Lost & Found-Schalter verliessen - eine E-Mail, und teilte mit, dass der Pass bei ihm abgegeben wurde… Und so war Claudia als sie ihre E-Mails zwei Tage später checkte, erlöst. Ende gut – alles gut!
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