Gleich am ersten Tag machen wir uns auf um den beiden Tauchbasen einen Besuch abzustatten. Die erste Tauchbasis liegt am Westend und gehört zum Hotel „La Sirena“, wo wir uns zuerst einen Drink genehmigen. Dann suchen wir die Basis. Sie gehört einer Belgierin und ist ein ein-Frau-Betrieb. Alles macht einen guten und sauberen Eindruck. Getaucht wird vom Boot oder vom Strand. Leider liegt diese Basis jedoch gut 45 Auto-Minuten von Island Harbour entfernt am anderen Ende der Insel. Egal, wir notieren uns E-Mail und Telefonnummer für den Fall, dass die zweite Basis nichts wäre. Dann machen wir uns auf den Weg zur Shoalbay, die nur knappe 15 Minuten von Monikas und Hausis Haus entfernt liegt. Die Tauchbasis Shoalbay Scuba ist etwas grösser und wird von Matthew, einem Engländer oder Iren geführt, den sogar Chrigel nicht immer versteht, weil er enorm schnell spricht und dabei etwa jeden zweiten Buchstaben verschluckt… Die Basis macht einen guten Eindruck. Wir buchen ein Package mit fünf 2-tank-boattrips, die wir frei beziehen können und verabreden uns für den nächsten Tag zum Tauchen.
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Die Basis Shoalbay Scuba (www.shoalbayscuba.com) liegt direkt an der Shoalbay, dem weissesten Strand der Karibik (wie die Einheimischen stolz zu sagen pflegen). Matthew führt die Basis bereits seit 10 Jahren und hat auch drei Angestellte und ein hübsches und ziemlich schnelles Motorboot. Morgens finden jeweils zwei Boots-Tauchgänge mit brevetierten Tauchern statt, die Nachmittage sind für Kurse und Schnorchler reserviert. Das Tauchen in diesem Gebiet ist stark auf die Amerikanier ausgerichtet und im Verhältnis zum Roten Meer recht teuer, doch da wir uns den Hotel-Preis sparen konnten, gönnen wir uns diesen Luxus.
Tauchen mit Shoalbay Scuba
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Als wir am nächsten Morgen um 08:30 Uhr mit unserem Tauchequipment anrücken, amüsieren sich der Basisleiter und seine Angestellten sehr über unsere 7 mm-Anzüge, denn die Guides tauchen allesamt OHNE einen Anzug. Brrr! Egal, wir bleiben unseren Anzügen treu (und haben übrigens nicht einmal zu warm gehabt unter Wasser *grins* - aber auch nie zu kalt!). Die Flaschen sind bereits auf dem Boot und einer der Guides ist daran, Tauchgeräte und Bleigurte für die Gäste zusammenzustellen… Wir staunen… Das ist hier anscheinend üblich, dass der Guide alles zusammenbaut. Genau gleich wie es üblich ist, dass die Taucher hier das Material nicht checken sondern lieber im Schatten warten, bis es losgeht. Weil der Guide unser Material nicht kennt, ist er froh, dass wir es selber zusammenbauen (und wir ehrlich gesagt auch). Dann wird jeder mindestens zweimal persönlich daran erinnert wird, dass er Flossen und Maske aufs Boot mitnehmen muss… und schliesslich düsen wir los in Richtung Tauchplatz. Die Briefings sind kurz und bündig (alles in feet und dpi – judihui Kopfrechnen) und ein Buddycheck ist hier nicht Mode…
Wir sind ziemlich verdutzt, wie äusserst unkompliziert hier alles verläuft, irgendwie familiär – aber trotzdem professionell. Aufgrund unserer Erfahrung entscheidet Matthew, dass wir selbständig tauchen können – was sich im Nachhinein als grosser Vorteil herausstellt. Unter Wasser merken wir, dass die amerikanischen Tauchgäste eher unselbständig und auf einen Guide angewiesen sind. So sind wir froh und dankbar, dass wir den Tauchplatz alleine und mit Kamera bewaffnet und in unserem Tempo erkunden können.
Nach dem Tauchgang fahren wir mit dem Boot zurück zur Basis. Dort verlassen die Gäste das Boot und die Guides schleppen die leeren Tanks und/oder das Equipment ans Ufer… Tja, andere Länder, andere Sitten… ;-)
Hier gehts zurück zur Anreise oder zu unseren Gastgebern. Oder möchtest du dir gleich unsere Tauchgänge ansehen oder mit uns einige Ausflüge auf der Insel unternehmen? Zum Schluss kannst du dir auch noch die unglaubliche Story unserer laaangen Heimreise reinziehen.

