Korsika

Vom 22. Mai bis 1. Juni 05 haben wir Korsika besucht. Mit dem Landrover durchquerten wir die nördliche Hälfte der Insel. Petrus hat es gut mit uns gemeint, darum hat es auch besonderen Spass gemacht! Der Heimweg führte uns über Nizza und durch die Provençe zurück in die Schweiz.

Die Einheimischen nennen Korsika "Ille de la Beauté" was soviel heisst wie "Insel der Schönheit". Und eine Schönheit ist diese Insel in der Tat. Sie bietet eine wilde und rauhe Küste aber auch wunderschöne und einsame Sandstrände. Die Berge im Landesinnern sind mit dichtem Wald bewachsen. Ausserdem ist auf der ganzen Insel die Maggia, ein undurchdringliches Gestrüpp, allgegenwärtig. Auch die weit verbreiteten Weinberge und die Getreidefelder sind eine Augenweide. Und die Schönheit der Insel wird von kleinen hübschen Dörfern und Städtchen mit engen verwinkelten Gässchen abgerundet. Aber, schaut es euch doch selber an:

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Bike Tour Désert des Agriates

An unserem zweiten Tag auf der Insel durchquerten wir mit unseren Bikes die Désert des Agriates. Das ist ein unbewohntes Naturschutzgebiet westlich von St. Florent. Der Weg schlängelt sich kilometerweit entlang der Küste durch Gestrüpp und Felsen. Immer wieder gelangen wir an kleine Sandbuchten. Der Blick direkt aufs Meer ist herrlich. Zum Teil fahrend, oft aber auch das Bike tragend holpern wir über Stock und Stein, durch Dornenbüsche und entlang der Klippen bis zum berühmten Plage de Loto. Dort verlassen wir die Küste und fahren über eine Offroad-Piste in der windstillen flirrenden Hitze durch die Maggia zurück zur Hauptstrasse und dann "nach Hause" auf unseren Campingplatz in St. Florent.

Die Tour war sehr interessant aber auch ziemlich anstrengend. Da bot dann die kalte Dusche auf dem Campingplatz eine willkommene Abkühlung...

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Wanderung zum Lac Capitello

Wir verbringen nicht unsere ganze Zeit an der Küste. Im Landesinnern befindet sich ein wunderschönes Tal, das sich Gorges de la Restonica nennt. Das enge Tal und die Schluchten sind ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Korsen und das Landschaftsbild wird sehr stark vom Fluss Restonica geprägt. Wir verbringen zwei Nächte auf einem Camping direkt am Fluss, etwa 6 km im Talinnern.

Am zweiten Tag ist für uns sehr früh Tagwache angesagt. Ungefähr um 05.30 Uhr machen wir uns auf den Weg. Wir fahren mit den Bikes tiefer ins Tal hinein. Als erstes gehts bis ans Ende des Tales, ungefähr 10 km und 770 Höhenmeter weiter weg. Und von dort zu Fuss weiter zum Lac Capitello, der auf 2000 m.ü.M. liegt. Unser morgendlicher Gipfelsturm wird jedoch schon ziemlich früh das erste Mal unterbrochen: Die erste Brücke fehlt gänzlich und darum müssen wir zu Fuss durchs hüfttiefe eiskalte Wasser. Am anderen Ufer klettern wir mit den geschulterten Bikes den Hang hinauf und treten wieder in die Pedale. Am Ende des Tales endet auch die Strasse. Dort stellen wir unsere Bikes in den Schatten und machen uns zu Fuss auf zu den Seen Lac Melo und Lac Capitello. Beim Lac Melo liegt auch die Quelle des Flusses Restonica.

Es war eine wunderschöne Tour. Korsika hat uns sein Berg-Gesicht von seiner herrlichsten Seite gezeigt. Die Bergwelt ist hier sehr wild und eindrücklich. Und am Abend schliefen wir tief und fest und träumten von unserem heutigen Erlebnis...

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Provençe

Am 1. Juni 05 fahren wir mit der Fähre von Bastia, Korsika nach Nizza. Von Nizza gelangen wir auf der Route Napoléon (RN 85) zur Gorges du Verdon. Diese Schlucht ist wirklich eindrücklich. Die senkrechten Wände sind gewaltig und wir haben dort an einem der zahlreichen Aussichtpunkte am Rand der Schlucht einen wunderschönen Adler kreisen gesehen.

In der Nähe der Schlucht verbringen wir zwei Nächte auf einem hübschen und ruhigen Campingplatz. Am zweiten Tag machten wir auf dem Lac du Verdon eine Kanu-Tour. Zwar waren wir uns über die Paddeltechnik nicht immer ganz einig, aber trotzdem hat es enormen Spass gemacht und zur Erinnerung nahmen wir obendrein beinen zünftigen Muskelkater mit nach Hause...

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