Kroatien

Im Oktober 2004 haben wir die Küste von Kroatien erforscht. Wir starten an der Westküste der Halbinsel Istria. Von dort aus umrundeten wir den Golf von Rijeka. Dann gings kurz die Küste entlang um dann einen Abstecher ins Landesinnere zu machen. Wir besichtigen das Naturschauspiel der Plitwitzer Seen. Weil das Wetter dort aber ziemlich mies ist, zieht es uns wieder an die Küste zurück. Unser Weg führt uns gemütlich über Zadar, Sibenik und Split (Mückeninvasion!) bis hinunter nach Dubrovnik am südlichsten Zipfel von Kroatien.

Kroatien zeichnet sich durch die Schönheit seiner Landschaft und seine Bewohner durch ihre Freundlichkeit und Offenheit aus. Vorallem für Aktiv- und/oder Campingferien können wir Kroatien bestens empfehlen...

Aber, überzeug dich doch gleich selber:

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Plitwitzer Seen

Die Plitwitzer Seen sind ein ganz besonderes Naturschauspiel, das von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen worden ist. Berühmt wurde dieses Gebiet aber auch noch durch eine ganz andere Gegebenheit: Hier wurde der Winnetou-Film "Der Schatz am Silbersee" gedreht.

Weil wir in verschiedenen Prospekten über diesen besonderen Ort gelesen haben, wollen wir das Ganze natürlich auch mit unseren eigenen Augen sehen und verlassen in Senj die Küstenstrasse um auf einer engen und steilen Pass-Strasse in Landesinnere zu gelangen. Leider ist das Wetter hier alles andere als angenehm. Nebel, Regen und Temperaturen zwischen 5 und 10° C halten uns aber nicht davon ab nach einer fast winterlichen Nacht, mit Stativ und Fotoapparat bewaffnet, dieses vielumschwärmte Naturschutzgebiet zu erkunden.

Vor vielen tausend Jahren war in diesem Tal wohl nur ein verspielter Bach, der hindurch floss. Der Boden besteht hier aus dem Gestein Rauwacke, einer besonderen und sehr porösen Kalksteinart. Sie entsteht dadurch, dass aus den Gewässern des Karstes mit Hilfe von Mikroorganismen, Algen und Moospflanzen der im Wasser aufgelöste Kalkstein herausgeschwemmt und angelagert wird. So entstehen langsam natürliche Barrieren, die das Wasser zu Seen stauen. Das Wasser fliesst über den Rand der Barrieren und stürzt in Form von Wasserfällen ins nächste Becken. In jedem Becken wiederholt sich das Ganze. Im Laufe der Jahrtausenden wachsen so diese natürlichen Barrieren zu meterhohen Treppen und das Gesicht der Plitwitzer Seen verändert sich ständig. Auf diese Weise sind 16 ziemlich grosse Seen und abertausende von kleineren Becken entstanden. Überall sind wunderschöne Holzstege angelegt, auf denen man direkt vor den Wasserfällen über die Seen gehen kann. Das Wasser in den Seen ist glasklar und es tummeln sich viele Fische im und Enten auf dem Wasser.

Das schlechte Wetter erweist sich zumindest in einem Punkt als Vorteil: Der Park ist fast menschenleer und so können wir diese herrliche Landschaft in aller Ruhe geniessen... Zum Glück haben wir keinen der Braunbären gesehen, die in diesem Park heimisch sein sollen... ;-)

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Wanderung im Paklenica Nationalpark

An der Küste zwischen Rijeka und Zadar trennt das gewaltige Velebit-Gebirge das Landesinnere vom Meer. Das Gebirge besteht vorwiegend aus griffigem Karstgestein und ist darum auch ein sehr beliebtes Ziel für Sportkletterer.

Wir übernachten auf dem Camping Paklenica Nationalni Park in Starigrad und erkunden einen Teil des riesigen Gebietes auf einer Wanderung, die uns auch durch die Schlucht Velika Paklenica führt, wo wir viele Kletterer finden. In der Nacht und am Morgen hat es geregnet. Die Temperaturen sind jedoch nicht so stark gesunken, so dass wir ein fast tropisches Klima vorfinden und dementsprechend ins Schwitzen kommen. Wir überwinden so einige hundert Höhenmeter und haben vom höchsten Punkt der Wanderung eine atemberaubende Aussicht aufs Meer hinunter.

Leider ist die Tropfsteinhöhle hinter der Schlucht an diesem Tag nicht geöffnet und so ist uns dieses Erlebnis leider vergönnt. Aber die Wanderung selber war schon ein sehr eindrückliches Erlebnis.

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