Auch an diesem Morgen werden wir mit heissem Tee und der Schüssel mit Washing-Water beim Zelt begrüsst. Die Sonne blinzelt bereits hinter einem der umliegenden Berge hervor. Nach dem Frühstück besichtigen wir das Kloster und anschliessend machen wir uns auf den Weg in Richtung Periche.
Heute gibt es nur 380 Höhenmeter zu überwinden. Trotzdem müssen wir ca. 1 km vor Periche einen Halt einlegen. Chrigels Kopf hämmert und der Puls geht hier auch schon bedeutend schneller. Die Höhe ist bereits gut spürbar, liegt Periche doch bereits auf 4240 m.ü.M.
Als wir bei unseren Zelten ankommen sind dichte Wolken aufgezogen und es beginnt zu regnen. Wir campieren im Hinterhof einer Lodge. Am Abend stellt sich heraus, dass der Hinterhof eigentlich eine Umzäunung für die Yaks ist. Und so kommt es auch, dass Claudia, bei einem nächtlichen Gang zur Toilette, aus Versehen eine hautnahe Begegnung mit einem der Yaks hat. Dabei erschrickt sie so sehr, dass sie anschliessend kaum mehr einschlafen kann – aber dem Yak gehts vermutlich ähnlich! ;-)
Am nächsten Tag haben wir einen Ruhetag eingeplant. Dies erweist sich als Glückstreffer, denn es ist der einzige Tag während dem ganzen Trekking, an dem es regnet! Wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen, Dog-spielen und faulenzen. In der Lodge ist es kalt und dagegen helfen auch die vielen Versuche der Nepali-Mama, den Ofen mit getrocknetem Yak-Mist und Kerosin ordentlich einzuheizen, nichts. Die Wärme verpufft bzw. ist nur in unmittelbarer Nähe zum Ofen zu spüren…
Zum Znacht verwöhnt uns die Küchen-Crew mit einem typischen Nepali-Gericht: Sherpa-Stew! Das ist eine Art Suppen-Eintopf mit Gemüse, Fleisch und Teigwaren. Mmmmh….! Doch schon bald gibt die Solarstrom-betriebene Lampe den Geist auf und so gehen wir schlafen.
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