Wir werden wieder um 07.00 Uhr geweckt. In der Nacht hat der Regen aufgehört. Die zweite Hälfte der Nacht war sternenklar und auch dementsprechend kalt. Kein Wunder also, dass unsere Zelte gefroren sind.

Nach dem Frühstück marschieren wir los. Zuerst gehen wir fast eine Stunde weiter ins Tal hinein. Dann steigen der Weg (und somit auch unser Puls) an und unser Tempo sinkt. Gut eineinhalb Stunden mühen wir uns den steinigen Weg hinauf bis wir bei einer Lodge eine Pause einlegen und heissen Ingwer-Tee trinken (der soll gut gegen die Höhenkrankheit sein). Dann geht’s weiter bergauf. Eine Steigung folgt der nächsten bis wir schliesslich ein Hochplateau erreichen. Hier befindet sich der höchstgelegene „Friedhof“ der Welt. Die vielen Gedenksteine erinnern an all die Bergsteiger und Träger, die bei der Besteigung des Mount Everest oder eines anderen 8000ers ihr Leben lassen mussten. Ein sehr eindrückliches Bild!

Wir sind schon fast auf 5000 m.ü.M. angelangt, was sich neben dem immer langsameren Tempo und dem hohen Puls bei uns allen, bei Elvira leider auch noch mit hämmernden Kopfschmerzen bemerkbar macht. Nach einer weiteren Pause gehen wir langsam weiter. Ungefähr eine Stunde später kommt uns plötzlich der Kitchen-Boy Phurna entgegen. Er trägt einen Krug mit heissem Sirup und Tassen bei sich. Dankbar machen wir wieder Pause und wärmen uns mit heissem Sirup auf. Inzwischen hat auch Chrigel Kopfschmerzen. So laden wir Thermosflasche und Fotoausrüstung in die Rucksäcke von Sepp und Claudia um und machen uns auf, das letzte Stück unserer Tagesstrecke zu bezwingen.
Kurz vor Lobuche werden wir für unsere Mühen belohnt: Wir erhaschen einen ersten Blick auf den Berg Kala Pathar (Nepali für „schwarzer Stein“). Dann kommen wir müde in Lobuche an, das auf 4920 m.ü.M. liegt. Die Crew erwartet uns bereits mit dem Zmittag. Am Nachmittag trinken wir in einer der Lodges einen Tee und sobald unsere Zelte eingetroffen und aufgestellt sind, hauen wir uns aufs Ohr. Beim Eindunkeln gibt’s Znacht in einer kleinen und sehr einfachen Lodge und wir besprechen den nächsten Tag. Dann geht’s ab in den Schlafsack!

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